BESCHÄFTIGUNG UND AUSLASTUNG

Tricktraining und/oder Unterstützung zur artgerechten Beschäftigung und Auslastung.

Individuelle Anleitungen für Einsteiger und Fortgeschrittene Einzeltraining, Seminare und Workshops.

(Erlaubnis nach §11 TierSchG vorhanden)

Es gibt viele Möglichkeiten für uns, unsere Hunde sinnvoll und artgerecht zu beschäftigen.

Sei es mit Tricks oder DogDance oder auch mit kleinen, einfachen Beschäftigungen beim Spaziergang oder auch zuhause im Alltag. Mit einer Beschäftigung jeglicher Art ist jeder Hund zu begeistern.

Tricktraining

  • Es macht Spass – sowohl den Vier- als auch Zweibeinern
  • Ist Anregung und Beschäftigung
  • Hält körperlich und geistig fit
  • Weckt Freude am Lernen, damit auch an dem Lernen vom „Grundgehorsam“
  • „Tricktiere“ sind Sympathieträger
  • Lernverhalten und Fähigkeiten der Tiere kann beobachtet werden
  • Bewirkt wahre Wunder bei Verhaltensprobleme
  • Stärkt Bindung/Beziehung zwischen Mensch und Tier
  • Kann bei schlechtem Wetter oder Erkrankung als (teilweiser) „Ersatz“ zum Spaziergang eingesetzt werden
  • Kann überall, selbst auf kleinstem Raum eingesetzt werden (z.B. im Wartezimmer beim Tierarzt)

Grundlagen zum Tricktraining

  • GANZ WICHTIG:
    Das zu erlernende in kleine Teilschritte aufteilen, um häufig bestätigen zu können
    Häufige Bestätigungen halten Motivation und Konzentration des Hundes!!

    • Anforderung herunterfahren, damit Hund die Chance hat, die Aufgabe lösen zu können
    • Teilaufgaben immer schon zwischendurch bestätigen/belohnen.
  • Zeitnahe Bestätigung und Belohnung
    • Die Bestätigung (Clicker oder Marker-/Lobwort) genau und zeitnah  einsetzen
    • Leckerchen danach dann auch zeitnah geben (besonders bei Anfängern)
  • Einsatz von konditionierte (sekundären) Verstärker: Clicker oder Marker- / Lobwort
    • Clicker
      • kurzes, prägnantes Gräusch
      • wird konditioniert, mit der Leckerchengabe verknüpft
      • 100%iges Versprechen auf Belohnung
    •  Markerwörter:
      • ebenfalls Funktion eines sekundären Verstärkers
      • ein kurzes, knappes Wort, welches man im Alltag so gut wie nie nutzt
      • Vorteil: immer präsent (Ausnahme: Heiserkeit) 😉
      • Nachteil: nicht ganz so präzise und emotionslos
    • Beispiele: Yepp, Tock, Tap, Yes, Click, Bingo
  • Hohe Motivation erreicht man i.d.R. mit kleinen, weichen, schmackhaften Leckerchen
    • Klein: Hohe Bestätigungsfrequenz
    • Weich: Schnell geschluckt, trockenes macht mehr Durst
    • Schmackhaft: Je stärker die Ablenkung oder je anspruchsvoller die Aufgabe, desto höher muss die Motivation sein. Nach und nach kann das später wieder heruntergefahren werden.
    • ACHTUNG: Manche Hunde drehen bei zu hoher Motivation auf, hier ggfs. mit „nicht ganz so guten“ Leckerchen arbeiten
  • „Leckerchen in der Hand schaltet das Gehirn aus“
    • schnell Leckerchen aus der Führhand entfernen
    • Geführt/gezeigt wird dann mit der „leeren“ Hand, was der Hund schnell begreift. z.B. mit dem „Handtouch“
  • Nicht rumkommandieren
    • ruhig und (meist) ohne Worte, meist mit Sichtzeichen, Wort-Kommando kommt später
  • Hand weg vom Hund
  • Ein NoGo:, Hund schieben, zerren, ziehen, drücken oder sonst wie in die gewünschte Position zu bringen.
    • Übrigens: Die wenigsten Hunde mögen es, während dem Training angefasst bzw. auch gestreichelt zu werden. Achte einmal genau auf Deinen Hund, wenn Du in bei höchster Konzentration streichelst.
  • Ruhige Umgebung, wenig Ablenkung:
    • Gerade zu Beginn möglichst ablenkungsarm , Konzentration in Ablenkung nicht möglich
    • Nach und nach Ablenkung erhöhen (Generalisieren)
    • Achtung: Hunde lernen kontextbezogen! Äußere Einflüsse kommen hinzu (also alles, was der Hund in dem Moment riecht, sieht, hört etc., ggfs. Auch unbeabsichtigtes) Größte Störvariablen: Die Umwelt und der Mensch/Trainer!
  • Jeder Hund hat eine Schokoladenseite
    • Bei „seitenbezogenen“ Tricks (auf die Seite legen, Rolle, Drehung um die eigene Achse, Pfote geben)
    • beide Richtungen ausprobieren, besonders wenn zur ersten versuchten Seite es nicht richtig klappen will.
    • Aber: Nach einer Weile auch andere Seite üben. Das heißt jedoch nicht, dass das jeder Hund gleich umsetzen kann, die andere Richtung ist wieder was ganz Neues, also u.U. wieder von vorne beginnen mit dem Aufbau!
  • Kurze Übungseinheiten
    • lieber zwei- bis dreimal am Tag für 5 Minuten, als einmal die Woche eine Stunde.
  • Aufhören, wenn es am schönsten ist

Wenn was mal nicht klappt:

„Hänger“ im Training, es will und will nicht weitergehen, der Hund scheint es nicht zu „kapieren“.
Die häufigsten Ursachen sind hierbei (Liste ist nicht vollständig):

  • Bin ich wirklich eindeutig? Ist die Handbewegung eventuell zu ähnlich wie bei anderen Sache?
  • zu schnell (jeder kleine Teilschritt verlangt schon seine 10 – 50 Wiederholungen, abhängig vom Lerntempo des Hundes)?
  • zuviel auf einmal (zu große Schritte)?
  • Am „Drumrum“ des Hundes irgendetwas neu oder ungewöhnlich (Ablenkung zu groß)?
  • andere Ursachen, hat mein Hund vielleicht heute (oder prinzipiell) gesundheitliche Probleme?
  • Beginnt eine Läufigkeit oder ist eine läufige Hündin in der Nachbarschaft?

Sehr oft hilft es, wenn ich nochmals ein wenig mit meinen Anforderungen heruntergehe und die zuletzt geübten Schritte nochmals wiederhole.

Wichtig ist, den Hund immer wieder zu beobachten. Es soll Spass machen. Zeichen der Überforderung sind Gähnen, wegdrehen, züngeln, und andere Beschwichtigungssignale.